Fanee Meredith

Das Versprechen

Die kleine Fanee stand in der Mitte des großen Saales. Er war für eine Feier geschmückt und es waren einige Kerzen aufgestellt aber noch nicht angezündet worden. Fanee trug ein hellblaues Kleid und ihre langen Haare waren zu einem Zopf geflochten. Hinter ihr war ein großer Tisch festlich gedeckt worden, doch im moment saß dort niemand. Fanee blickte den Tisch nachdenklich an als die großen, schweren Holztüren sich mit einem typischen Knarren öffneten. Die sechsjährige drehte sich um und erkannte Marin, ihr Kindermädchen, dass auf sie zukam. Die schlanke, junge Frau hatte braunes, welliges Haar, dass sie in ihrem Nacken zusammengebunden trug. Sie wirkte sehr traurig, beinahe verweint, als sie zu Fanee Schritt. Fanee hatte gehofft, dass ihre Famile hereinkam, damit sie ihren Geburtstag feiern konnte, aber außer Marin war niemand gekommen. Das kleine Mädchen wollte sich enttäuscht abwenden. Marin legte Fanee eine Hand auf die Schulter und beugte sich zu ihr hinab. „Kleine Fanee, du mußt stark sein. Bitte komm mit mir mit.“ sagte sie leise mit belegter Stimme. Fanee schaute sie erschrocken an. „Marin, warum schaust du so traurig, ich habe doch Geburtstag!“ entgegnete sie und versuchte zu lächeln, doch ihr entging nicht, dass Marin keinen Witz gemacht hatte. Marin schüttelte nur den Kopf und nahm Fanee bei der Hand. Sie richtete sich auf und führte das kleine Mädchen aus dem Saal hinaus.

Sie überquerten den Flur und betragen eine kleine Stube, die sie auf der anderen Seite wieder veließen. Marin benutzte diesen Raum immer als Ankürzung um zur großen Gallerie, in der sich auch das Treppenhaus befand, zu kommen. Fanee blickte immer wieder zu ihr auf, in der Hoffnung, dass das Kindermädchen ihr erklärte worum es ging. Erwachsene waren seltsam, dachte sie. Sie umrundeten die Gallerie und stiegen ins obere Stockwerk. Kurz darauf standen sie vor einer breiten Tür, die Fanee als das Zimmer ihrer Mutter erkannte. Sie blickte wieder zu Marin, die Fanee nun in die Augen blickte. „Du weißt ja, dass deine Mutter in den letzen Wochen und Monaten immer krank und schwach war?“ fragte sie das kleine Mädchen vorsichtig. Fanee nickte langsam. „Sie... sie wird nicht mehr gesund...“ erklärte Marin zögernd. Fanee blickte zur Türe und langsam verstand sie, was ihre Marin meinte. Nicht, dass sie es ganz verstehen würde, aber ihre Mutter hatte ihr vor einiger Zeit erklärt, was passiert, wenn ein Lebewesen einschläft und nicht wieder aufwacht. Nun dämmerte es ihr, warum es Na'ienna so wichtig gewesen war, dass sie es verstand. Fanee versuchte die Türe zu öffnen und Marin half ihr dabei. Sie traten gleichzeitig in den im halbdunkel liegenden Raum. Na'ienna schien zu schlafen und Doktor Blainsworth saß auf einem Stuhl neben ihrem Bett und maß Na'iennas Puls. Blainsworth hob seinen Kopf, als er die beiden bemerkte und nickte marin zu, während Fanee auf die freie Seite des Bettes gelaufen war und ihren Kopf an die Seite ihrer Mutter gelegt hatte. Marin beugte sich etwas zum Artzt. „Doktor Blainsworth, wie geht es ihr?“ fragte sie leise und blickte zu Na'ienna. Er schüttelte betreten den Kopf. „Bei all der modernen Medizin giebt es immer noch Dinge, gegen die ich machtlos bin, das schmerzt mich. An solchen Tagen wünscht man sich die Wunder aus den alten Geschichten, von denen man immer hört, doch leider giebt es diese nicht...“ murmelte er mehr zu sich als zu Marin. Er seufzte. „Weiß Na'iennas Familie bescheid?“ wollte er wissen und Marin nickte. „ Na'iennas Bruder Thalel und sein Sohn Jartho sind unterwegs und Na'ennas Eltern Haythome und Darin müßten in jedem Augenblick eintreffen, da sie ja soweiso zum Geburtstag der Kleinen kommen wollten.“ berichtete sie schnel, wobei sie die letzen Worte beinahe flüsterte, um Fanee nicht an den Tag, der eigentlich schön werden sollte, zu erinnern. Marin blickte traurig zu Fanee, die sich an ihre Mutter schmiegte, als diese langsam ewachte. Sie blinzelte und es dauerte einen Moment, bis sie erkannte, wer alles da war. Sie brachte ein kurzes Lächeln zustande und drehte sich zu ihrer Tochter um. „Doktor Blainsworth, Marin... könnte ich einen Moment alleine mit meiner kleinen sein?“ fragte sie mit schwacher Stimme. Marin zögerte, doch der Arzt nickte stumm und schob das Kindermädchen vor sich aus dem Raum hinaus. Er schloß die Türe leise.

Fanee hob den Kopf und schaute ihre Mutter an. Etwas unbeholfen wischte sie ihrer Mutter eine Strähne aus dem Gesicht. „Mama, mußt du wirklich für immer einschlafen?“ fragte sie mit wässrigen aufen und Na'enna nickte kaum merklich. „Ja mein Schatz, ...“ begann sie. „Aber ich habe mir doch eine gesunde Mama zum Geburtstag gewünscht!“ rief sie etwas lauter als gewollt. „Ja, ich weiß Faithra, aber das Schciksal plant wohl etwas anderes mit mir.“ antwortete sie leise. Na'ienna spielte mit Fanee's Zopf. „Hübsch bist du heute...“ flüsterte sie. „Ich bin so stolz auf dich. Ich habe gehört, dass du einen neuen Tanz gelernt hast und ein schönes Lied dazugesungen hast, das hast du toll gemacht.“ lobte sie die Kleine, der nun Tränen in den Augen standen. Fanee nickte nur. „Weißt du noch, was ich dir über denen Vater erzählt habe?“ fragte sie leise und Fanee nickte. „Er mußte fortgehen, um seine Pflicht bei dem Imperium zu erfüllen.“ antwortete sie wie auswendig gelernt. „Als er auf einem wichtigen Einsatz war, wurde er vom Feind getötet...“ fügte sie hinzu, diesesmal aber langsamer, nun noch mehr den Tränen nahe. Na'enna nickte. „Ich mußt dir etwas gestehen, mein Schatz. Das habe ich nur erfunden...“ erklärte sie und mußte vom vielen Reden husten. Besorgt blickte Fanee ihre Mutter an. „Angelogen?“ fragte sie. Na'ienna hielt einen Finger vor ihren Mund. „Faithra, dass muss unser beider Geheimbis bleiben, verstehst du das?“ fragte sie, was Fanee nicken lies. „Wie du weißt, ist unsere Familie stolz auf ihre Abstammung und hat immer nur in die besten Familien geheiratet und umgekehrt. Aber ich... habe mich auf der Universität in einen jungen Abenteurer verliebt. Wir haben uns wunderbar vestanden und ich erkenne vieles von ihm an dir wieder. Talentiert, freundlich, ehrlich. Ich habe ihm eines Tages von unserer Familie und ihren Wünschen erzählt und er hat es genauso wenig verstanden wie ich, wollte mich aber in keine ungünstige Situation bringen. Letztenendes hat er sich eine andere Identität verschafft, die der Familie zusagen könnte. Aber eines Tages holte ihn seine Vergangenheit ein und er verließ mich, damit ich und du keine Probleme bekommen würden. Er hat mir nie gesagt, was es war, nur dass es unsere Familie und unser Geheimnis gefährden würde.“ erklärte sie leise und langsam. Das Reden strengte sie immer mehr an. Fanee hatte nun zu weinen begonnen. „Dein Vater ist sicher noch am Leben. Ich weiß nicht wo, aber ich bin mir sicher, dass er lebt, irgendwie spüre ich das..“ flüsterte Na'enna und hustete ein weiteres Mal. „Sein Name war Meredith. Eines Tages wirst du ihn treffen, deinen Vater, aber es wird dein Geheimnis bleiben. Wir haben viel dafür geopfert...“ flüsterte sie traurig und hustete nun so heftig, dass Doktor Blainsworth hereinkam. Er setze sich sofort auf den Stuhl und scannte Na'iennas Vitalfunktionen und machte ein sehr besorgtes Gesicht. Marin kam angelaufen und stellte sich zu Fanee und zog sie etwas zurück. „Sie hat sich überanstrengt, was hat sie denn unbedingt erzählen müssen?“ fragte der Arzt und schüttelte den Kopf. Fanee schüttelte den Kopf. „Na'ienna braucht jetzt Ruhe.“ sagte er streng. Marin nickte und brachte Fanee aus dem Zimmer.

Von der Gallerie aus konnten sie schon Fanee's Großeltern sehen, Haythome und Darin waren gerade angekommen. Marin lotste Fanee zu ihnen und während Darin seine Enkelin in die Arme nahm, klärte Marin die beiden über Na'iennas Zustand auf. Darin lies Fanee wieder hinunter und ging mit Marin zurück nach oben um den Arzt zu sprechen, während Haythome mit einem der Angestellten in den Saal zurückkehrte. Nicht viel später kamen Thalel, sein Sohn Jartho und ein paar andere und feierten einen traurigen siebten Geburtstag. Sie versuchten es Fanee so schön wie möglich zu machen. Na'ienna vestarb noch in der selben Nacht. Wohl wissend, dass Fanee ihrer beider Geheimnis nicht verraten würde.


Schatten der Vergangenheit

Kurz nach dem Tod Fanees Mutter brachten ihre Großeltern das Mädchen in einer renomierten Privatschule unter. Dort entdeckte sie auch ihr Interesse an Softwar, Anwenderentwicklung und dem Holonet. Die Jahre vergingen ohne besondere Geschehnisse, doch Fanee verbrachte fast jede freie Minute damit, an ihren Vater zu denken und was er wohl gerade tat. Ihre Mutter hatte ja erzählt, dass er ein Abenteurer wäre. Das klang ziemlich interessant und es verleitete Fanee zu Träumerein.

Als Fanee vierzehn Jahre alt war, änderte sich das Verhalten ihrer Familie ihr gegenüber schlagartig. Früher hatten sie viel unternommen, wenn Fanee an den Wochenenden und in den Ferien nach Hause kam, doch nun waren sie alle kühl und distanziert. Die meiste Zeit beachtete niemand das Mädchen. Letzenedes sprach kaum noch jemand mit ihr und sie hatte immer weniger Lust, in den Ferien nach Hause zu reisen. Auch all ihre Versuche, etwas herauszufinden, scheiterten und so verschlechterte sich auch die Stimmung des sonst so fröhlichen Mädchens.

Eines Morgens, als Fanee gerade in ihrem Softwarekurs saß, klopfte es an der großen Türe des Leersaals und der stellvertretende Schulleiter, Mr Trethanell trat ein. Er wunkte den Professor Ravensun zu sich und unterhielt sich mit ihm leise. Fanee, die ihre Aufgabe schon gelöst hatte, versuchte zu lauschen, aber sie war zu weit weg und so wollte sie ihre Aufgabe noch einmal durchgehen, als die beiden sie anschauten. "Miss Meredith, bitte kommen Sie mit mir mit." sagte Mr Trethanell im strengem Ton. Verdutzt stand Fanee auf und wollte sich zwischen den großen Tischen vorbei zu ihm schieben, als Ravensun sie mit einem Handzeichen stoppte. "Ach, nehmen Sie doch bitte gleich ihre Schulsachen mit." sagte er und blickte sie abwartend an. Fanee schaffte nur ein Nicken und nahm ihre Sachen und steckte sie in die Tasche, die sie sich umhängte. Tausend Gedanken schossen ihr durch den Kopf, während sie sich zwischen den Tischen hindurchzwängte. Sie war blass. Wen könnte sie nur verärgert haben? Nun hatten auch die anderen Schüler bemerkt, dass etwas nicht stimmte und hatten zu tuscheln begonnen. Während sich Ravensun wieder dem Unterreicht widmete, schob der Stellvertretende Schulleiter Fanee zur Türe hinaus. Er schloß die Türe und wendete sich zu Fanee. "Ich denke, wir müssen gar nicht in mein Büro. Die Sache läßt sich schnell erklären." meinte er kühl und musterte das Mädchen. Fanee versuchte irgendetwas aus seiner Miene zu lesen, aber das gestaltete sich als schwer. "Ihre Großeltern haben Sie mit sofortiger Wirkung von unserer Eliteschule abgemeldet. Sie werden in einer Stunde von Ihrem Onkel abgeholt." erklärte er. Fanee lies vor Schreck ihre Tasche fallen. "Aber...warum?" wollte sie wissen. "Ich habe mich immer bemüht, die besten Noten zu erreichen, habe nie Probleme gemacht." stammelte sie erschrocken. Trethanell nickte. "Das ist richtig. Ich bezweifle, dass diese Entscheidungen mit Ihren Leistungen, die bisher immer hervorragend waren, zu tun hat. Aber es ist nicht an mir, die entscheidungen Ihrer Vormünder zu hinterfragen. Ihre Großeltern werden Ihnen sicher erklären, warum." Für einen kleinen Moment glaubte sie, Mitleid in seinen Zügen zu erkennen, doch als Trethanell ihren Blick bemerkte, war es verschwunden. "Packen Sie ihre Sachen, sie wollen Ihren Onkel sicher nicht warten lassen." erklärte er und wendete sich von Fanee ab. Ohne weitere Worte schritt er den Gang hinab und lies Fanee allein. Es dauerte einen Moment, bis Fanee überhaupt begriff, was ihr gerade gesagt wurde. Sie hob ihre Tasche auf und machte sich auf den Weg in die Schülerquartiere.

Es war ungewohnt, vormittags in den Schülerquartieren zu sein, denn zu dieser Zeit war selten jemand anzutreffen. Vielleicht war das auch ganz gut so, es würde ihr unangenehme Fragen anderer Schüler ersparen. Sie betrat das Zimmer, dass sie sich mit Janina Rihira teilte und ging zu ihrem Schrank und öffnete ihn. Mit wenig Liebe leerte sie dessen Inhalt in einen kleinen Koffer, den sie zuvor unter ihrem Bett hervorgezogen hatte. Sie versuchte krampfhaft, nicht zu weinen, dich es war schwer zu aktzeptieren, dass sie diesen Ort nicht mehr sehen würde, denn sie besuchte diese Schule gerne. Sie hatte hier viele Freunde gefunden und der Unterricht machte ihr Spass. So kam es, dass sie am Ende mit verweinten, geröteten Augen auf dem Vorhof des Schulgeländes ankam. Ihr Onkel Thalel wartete dort schon. Fanee begrüßte ihn mit einem knappen 'Hallo' und versuchte ihn nicht anzusehen. Sie wußte nicht, was er darüber wußte und wie er darüber dachte. Er nahm ihr ihren Koffer an und sie gingen schweigend zum nahegelegenen Shuttleport. Es waren außer ihnen nur wenige andere Reisende anwesend, dennoch konnte Fanee sich nicht zusammenraufen, etwas zus agen. Sie befürchtete, weinen zu müssen und hatte wenig Lust, mehr Aufmerksamkeit zu erregen. Sie bemerkte, wie Thalel immer wieder zu ihr schaute und es wirkte, als würde er nachdenken, wie er mit ihr Reden sollte.

Thalel grübelte eine ganze Weile darüber, wie er seiner Nichte erklären sollte, was passiert war. Es war für ihn schwer, ihr zu erklären, wie er fühlte und was er davon hielt. Doch am Ende konnte er nichts gegen die Entscheidung seiner Eltern unternehmen, da sie Fanees Vormund waren und nicht er. Er hatte Fanee sehr gerne und verstand die Familienpolitik der Ra'herin nur bedingt und war noch weniger mit ihr Einverstanden, doch er wollte mit einem Aufstand keine Familienfede riskieren. Fanee war ihrer Mutter, seiner Schwester Na'ienna so ähnlich und es schmerze ihn, sie so zu sehen. Letzenendes beugte er sich doch noch zu ihr und flüsterte leise: "Fanee, was auch kommen mag, du wirst immer meine kleine Nichte sein, vergiß das nie! Aber ich kann dir im Moment nicht helfen, meine Eltern sind uneinsichtig. Bitte versteh mich..." Fanee drehte sich verwirrt zu ihm und er konnte sehen, dass ihr nun noch mehr Fragen durch den Kopf schossen. Er schüttelte traurig den Kopf, ind er Hoffnung sie würde sich ihre Fragen für später aufheben, denn dies war wirklich nicht der richtige Ort.

Fanee blickte Thalel verwirrt an. Das ergab alles einfach keinen Sinn. Sie wollte eine Frage stellen, doch ihr Onkel schüttelte den Kopf und sie lies es bleiben. "Es tut mir Leid..." murmelte er und wendete sich zögerlich ab. Den Rest des Fluges verbrachten beide schweigend und es kam Fanee wie eine Ewigkeit vor, bis sie endlich ausstiegen. Sie wurden von einem Speeder, der sie zum Anwesen der Na'ienna bringen sollte, abgeholt. Die Fahrt war nur kurz und als sie vor den Stufen des riesigen Anwesens standen, wurde Fanee nun richtig mulmig. Fanee war sich sicher, dass irgendetwas vorgefallen sein mußte, anders konnte sie sich das Verhalten ihrer Familie nicht erklären. Sie und ihr Onkel Thalel traten ein und Hayn, eines der Dienstmädchen führte die beiden in das Besprchungszimmer ihrer Großeltern. Sie war bisher selten dort gewesen. Das Zimmer war voller Bilder und Holos von bekannten und einflußreichen Leuten, die auf Naboo lebten. Ihre Großeltern, Haythome und Darin waren ebenfalls einflußreiche Leute und Fanee verstand nun, warum so viele versuchten, mit ihnen auf guten Fuß zu stehen. Thalel schob die vierzehnjährige zu einem Stuhl und sie setze sich nervös. Thalel selbst setzte sich auf den Stuhl daneben.

Es dauerte nicht lange, bis Haythome und Darin eintraten. Sie hatten ernste Mienen und blickten Fanee irgendwie beinahe vorwurfsvoll an. Sie nickten ihrem Sohn Thalel zu und setzten sich hinter den großen, schweren Holztisch. Nach einem Augenblick schaute Darin zu Fanee "Du fragst dich sicher, weshalb wir dich von der Privatschule genommen haben." begann er und musterte das Mädchen streng. "Du errinnerst dich sicher, wie unsere Familiepolitik ist? Wir sind stolz auf unsere Herkunft und es war uns immer wichtig, dass die Familie ihren Weg so fortführt, wie er begonnen hatte. Du und deine Mutter, ihr habt uns etwas verschwiegen, etwas, dass gegen den Weg unserer Familie spricht. Das toleriern wir nicht." erklärte er im strengen Ton. Thalel blickte kurz zu Fanee, dann zu seinen Eltern. "Seit ihr nicht etwas streng zu ihr? Sie hat doch am wenigsten Schuld an..." Haythome hob ihre Hand und bedeutete ihren Sohn, nicht weiter zu sprechen. "Das haben wir zu entscheiden, Thalel." entgegnete sie und wendete ihre Aufmerksamkeit wieder Fanee, die immer kleiner zu werden schien, zu. "Ich habe nichts getan..." brachte sie leise hervor. Darin richtete sich etwas auf. "Wir haben in den letzen Monaten etwas über die Herkunft deines angeblich verstorbenen Vaters herausgefunden, was uns zu einigen Nachforschungen verleitet hat. Deine Mutter hat uns nicht die Wahrheit über ihn gesagt. Er ist weder tot, noch ist er jemals in den Diensten des Imperiums gestanden. Marin, dein damaliges Kindermädchen hat uns erzählt, dass deine Mutter, in der Nacht bevor sie gestorben ist, dir etwas unter vier Augen erzählt hat. Sicher etwas über deinen Vater, richtig?" sagte Darin und musterte Fanee strenger als je zuvor. Fanee starrte ihn erschrocken an und Darin lehnte sich bestätigt zurück. "Du hast es also gewußt, dass dein Vater ein herumstreunender Abenteurer war?" fragte er, wobei es eher eine Feststellung als eine Frage war. Fanee rief sich ihr Versprechen an ihre Mutter ins Gedächtnis und schwieg, doch ihr war klar, dass ihr Großvater darüber wohl bescheid wußte und ihm die Details egal waren. Ihm war nur die Blutlinie und derlei wichtig, nicht Fanees Leistungen und Betrag an die Familie. Letzenendes stand Fanee auf. "Macht mich das deshalb zu einem schlechten Menschen? Bin ich weniger Wert, nur weil ich nicht aus eienr Familie stammte, deren Einfluß euch gut gekommen wäre?" fragte sie und starrte ihre Großeltern wütend an. "Ich denke, du weißt genau, wie ich das sehe. Erschwerend kommt hinzu, dass du es uns nie gesagt hast." knurrte Darin. Fanee stand auf. "Dann gehe ich jetzt wohl besser." fauchte sie und ging aus dem Zimmer, ohne ein weiteres Wort zu sagen. Sie war sich sicher, dass ihr Großvater noch einiges an den Kopf werfen wollte, doch sie hatte keine Lust darauf. Die Aktionen ihrer Großeltern und was sie gesagt hatten, reichten aus, um ihr klar werden zu lassen, dass sie hier unerwünscht war.

Sie marschierte in ihr Zimmer und suchte sich ein paar Dinge, die ihr ans Herz gewachsen waren, zusammen und begab sich zum Hauptportal. Die Leute sollten ruhig sehen, dass sie ging. Sicher würde sich ihr Großvater irgendeine Story ausdenken, damit er gut da stand. Doch das kümmerte Fanne nicht. Nicht mehr. Sie würde ihren Onkel vermissen, doch selbst er war von Darin genug eingeschüchtert, um nichts zu unternehmen. Allerdings hatte er auch eine Frau und einen Sohn, um dessen Wohl er sich sorgen mußte und so akzeptierte Fanee seine Zurückhaltung. Zumindest hatte er ihr seine Meinung dazu indirekt offenbahrt, dass reichte ihr für den Moment. Sie war erstaunt über sich selbst, sie hatte mit einem Satz ihr bisheriges Leben aufgegeben, doch sie konnte unter diesen Umständen einfach nicht dort bleiben. Langsam machte sie sich auf den Weg zum Shuttleport, um nach Theed zu gehen. Irgendein Schiff, dass sie weg von Naboo bringen konnte, würde sie schon finden.


to be continued
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